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Triple H vs. Undertaker - 19-0 oder 18-1? Wer hat die letzte Schlacht wirklich gewonnen?

08.02.2012
Der Undertaker will ein Match gegen Triple H bei WrestleMania XXVIII. (Aktueller Raw Bericht) Doch wieso? Bei der letzten Schlacht der beiden Ikonen mag der Sensemann vielleicht das Match gewonnen haben, doch am Ende war es The Game der aufrechten die Arena verließ.

Die letzten Szenen des Duells im Video:

Link: "Classic Moment of the Week" - 31. Januar 2012



Ein ausführlicher Rückblick auf das Geschehen bei WrestleMania XXVII ...

Der König der Könige reiste zu WrestleMania XXVII, um etwas zu schaffen, das noch nie zuvor jemandem gelungen war: Vor mehr als 70.000 begeisterten Fans im Georgia Dome von Atlanta wollte er gegen den Undertaker den Ring betreten und das Geviert als der einzige Mann, der auf Der Größten Bühne von Allen den Letzten Gesetzlosen bezwungen hatte, wieder verlassen.

Der Showdown war genauso episch wie von allen erwartet. Zwei Superstars, die in der WWE eine Ära bestimmt hatten, trafen in einer Schlacht für die Ewigkeit aufeinander. Doch Triple Hs tiefer Wunsch, den Sensenmann zu begraben, sollte nicht in Erfüllung gehen. Wie schon 18 tapfere Seelen vor ihm, musste sich The Game bei WrestleMania dem Undertaker beugen und wurde so die Nummer 19 in der legendärsten Serie des gesamten Sports-Entertainment.

Das Drama dieses Matches ohne Regeln begann am 21. Februar, als die Rückkehr des Undertaker in den Ring von einem selbstbewussten Triple H unterbrochen wurde. Die beiden Legenden wechselten kein einziges Wort; doch ein hitziges Blick-Duell vor dem WrestleMania XXVII-Banner übermittelte dem WWE-Universum eine deutliche Botschaft: Der Krieg der Kriege war entbrannt.



Es war ein unvergesslicher Augenblick. Doch der Grundstein dieses Matches wurde bereits lange vor diesem schicksalsträchtigen Abend gelegt. Vor 16 Jahren kam Triple H in die WWE und lernte sofort, den Undertaker als einzigartigen Performer und wahren Anführer zu respektieren und zu verehren. Die Wege der beiden Männer kreuzten sich gelegentlich, während beide monumentale Erfolge – und dann auch Legenden-Status – erlangten. Doch ein Triumph schlüpfte The Game immer wieder durch die Finger: die Chance, sich als der Mann bezeichnen zu können, der den Undertaker bei WrestleMania besiegte.

Den Sensenmann bei der Show der Shows bezwingen? Das war zuvor noch niemandem gelungen. Der Versuch, dies zu erreichen, forderte die Seelen von Ikonen wie Ric Flair, Kane, Edge und vor allem Shawn Michaels. Ein solcher Sieg schien unmöglich zu sein. Sogar HBK höchstpersönlich brachte seine Zweifel an Triple Hs Chancen, den Undertaker aufhalten zu können, zum Ausdruck – und das nur eine Woche vor dieser Auseinandersetzung.

Doch der König der Könige ließ sich nicht abschrecken. Und am 3. April begegneten sich im Georgia Dome die letzten Bastionen einer zu Ende gehenden Ära im Sports-Entertainment wie zwei Revolverhelden, die so lange weiterkämpfen würden, bis sich einer nicht mehr erhob.

Triple H betrat die Halle zur bombastischen Metallica-Musik und wurde von einer Krieger-Armee begleitet. Er marschierte mit der unglaublichen Verbissenheit zum Ring, die ihn zum Kopf-Killer gemacht hatte. Der Sensenmann wollte sich nicht ausstechen lassen und trat aus einer dichten Nebelwolke heraus, während Johnny Cash klagte: „Kein Grab kann meinen Körper in der Erde halten“...Diese Klänge hallten durch das riesige Stadion.



Das Spektakel jagte jeder lebendigen Seele im WWE-Universum Schauer über den Rücken. Doch als beide Superstars in die Halle eingezogen waren, standen nur noch sie einander gegenüber. Keine Disqualifikation. Kein Auszählen. Keine Regeln.

Dass die Sache schnell außer Kontrolle geriet, dürfte niemanden sonderlich überrascht haben.

Die beiden Ikonen kämpften, als ginge es um ihr Leben, und fertigten einander gnadenlos ab. Sie hämmerten sich durch Tische am Ring und schlugen mit Stahlstühlen auf die Gliedmaßen des jeweils anderen ein. Doch egal, wie brutal die Action wurde, keiner von beiden gab auf. Triple H zeigte einen Pedigree; der Undertaker befreite sich. Der Sensenmann zeigte den Last Ride; The Game hielt dagegen.

Als jedoch zwei Pedigrees den Letzten Gesetzlosen nicht aufhalten konnten, schien Triple H den Verstand zu verlieren. Was konnte er jetzt noch tun, um diesen Mann aufzuhalten. Mit rotem Gesicht und großer Frustration ließ er seine Strategie links liegen, legte einen Stahlstuhl um den Kopf seines Kontrahenten und verpasste dem Undertaker dessen eigene Aktion: den Tombstone. Und wieder blieb der Sensenmann nicht unten.

Als sich The Game seinen Vorschlaghammer schnappte, schien die berühmteste Serie der WWE kurz vor ihrem Ende zu stehen. Doch genau in diesem Moment setzte der Undertaker das Hell’s Gate an. The Game war in dieser schrecklichen Aktion gefangen, kämpfte jedoch voller Inbrunst dagegen an und versuchte, sich zu befreien. Sein erschöpfter Körper brachte allerdings nicht mehr die nötige Kraft dazu auf. Nach einem letzten Versuch, sich aus der Aktion zu kämpfen, verlor Triple H seinen eisernen Willen und gab nach. Zweimal klopfte er auf die Hüfte des Undertaker, um anzuzeigen, dass das Match vorüber war.



Ein Feuerwerk wurde gezündet, und ein riesiger „19:0“-Schriftzug erschien im Georgia Dome, während der Gong ertönte. Gefeiert wurde jedoch nicht. Vielmehr lagen zwei der großartigsten Krieger in der Geschichte der WWE reglos im Ring. Nach der Schlacht, die das WWE-Universum gerade miterlebt hatte, waren die beiden Teilnehmer am Ende ihrer Kräfte.

Der Sensenmann mag gewonnen haben; doch es war The Game, der sich erhob.

Während Triple H trotzig die Eingangs-Rampe hinaufmarschierte, versuchte der Undertaker aufzustehen, brach dann aber auf dem Hallenboden zusammen. Das war ein wirklich schockierender Anblick, der das WWE-Universum nicht nur daran erinnerte, dass der Sensenmann in der Tat sterblich ist, sondern dass die Serie an diesem bemerkenswerten Abend um ein Haar gerissen wäre.


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