Bobo Brazil
- Größe:
- 2,01 m
- Herkunft:
- Benton Harbor, Mich.
- Signature Move:
- Coco Butt
- Trainer:
- Joe Savoldi
- WWE Debüt:
- 1960
- Karriere Höhepunkte:
- United States Champion, won numerous regional NWA Championships
Biographie
Der in seinem Heimatort Benton Harbor (Michigan) gefeierte Brazol, debütierte 1951 nachdem er von Joe Savoldi trainiert wurde. Ursprünglich sollte er unter dem Namen „Boo Boo“ Brazil aufzutreten, wegen eines Druckfehlers auf einem Werbeplakat wurde er jedoch zu Bobo Brazil und der Name blieb bestehen.
Brazil machte sich seinen vielleicht größten Namen in der Umgebung von Detroit, wo er zu einem der größten Rivalen der lokalen Legende, des Promoters und WWE Hall of Fame Gefährten The Sheik wurde.
Während die Zeiten für Brazil in Detroit gut schienen, hatte er es im übrigen Land schwerer. Zu seiner Zeit wurden schwarze Fans an verschiedenen Veranstaltungsorten dazu gezwungen getrennt von weißen Anhängern zu sitzen und Brazil wurde von vielen Hotels und Restaurants verwiesen.Brazil handhabte dieses Elend mit einer Würde, die viele seiner Gleichgestellten dazu anregte die gleichen Eigenschaften für sich selbst zu teilen. Einige Promoter würden nur Afro-Amerikaner gegen Afro-Amerikaner buchen, da sie Angst haben, dass andere Kombinationen zu Tumulten führen würden. Brazil schlug gefährliche Feinde wie Abdullah the Butcher und Ernie „The Cat“ Ladd und blühte in Konfrontationen wie diesen so richtig auf.
Die Fans verweigerten es jedoch Platz zu nehmen um Bobo gegen ein limitiertes Repertoire von Gegnern kämpfen zu sehen, so dass die Promoter gezwungen waren zu reagieren. Brazil war damit einverstanden gegen wirklich jeden zu kämpfen. Obwohl er die meiste Zeit seiner Karriere als ein enorm beliebter Wrestler verbrachte, hatte er keine Skrupel es mit den anderen so genannten „good guys“ aufzunehmen. Zu einem Anlass erkämpfte er gegen André the Giant ein Unentschieden – eine imposante Tat, wenn man ihren Größenunterschied betrachtet. Im Jahr 1970 bildete Brazil mit El Mongol ein Team, um Mr. Ito & The Great Ota im ersten rassengemischten der Atlanta Sports Entertainment Geschichte Match zu bezwingen und machte damit selbst Geschichte.
Bobo hatte ferner unvergessliche... Lese mehr >> Geplänkel mit Stars wie Dick the Bruiser, Johnny Valentine, Haystacks Calhoun und Killer Kowalksi. Trotz seines freundlichen Benehmens außerhalb des Rings, war Brazil ein unermüdlicher Streithammel, der seine Gegner geradezu dazu einlud die Regeln zu brechen um ihren Manövern seine eigenen entgegenzusetzen. Es war allgemein anerkannt, dass Brazil den härtesten Schädel im Sporte hatte und seine Gegner mit dem sagenumwobenen „Coco Butt“ stürzte.
Brazil bewies, dass er es mit jedem aufnehmen würde und war somit einer der wenigen Fanfavoriten in den gesamten Nordost USA, die in den 1960ern in Frage kamen Bruno Sammartino für die WWE Championship herauszufordern. Fans waren in solchen Kämpfen oft gemischter Gefühle und feuerten beide Gegner an. Washington D.C. war die Hochburg der Brazil Fans. Der Hall of Fame Gefährte und WWE Insider James Dudley erinnert sich daran als erster Afro-Amerikaner in eine große Arena eingelaufen zu sein. Er lief in Richtung des Rings und feuerte die Menge Handtuch schwingend an, während Bobo hinter ihm her trottete. „Classy“ freddie Blassie stellte nach einem besonders energischen Match die Theorie auf, dass die Fans Mord begangen hätten, wenn Bobo sie gefragt hätte.
Brazil war überall wo er hinkam erfolgreich und hielt über den Zeitraum seiner Karriere zahlreiche regionale NWA Championships in den Regionen von Detroit, Toronto, Florida, San Francisco und dem mittleren Atlantik inne. Einst hielt er die United States Championship in der mittleren Atlantik-Region inne (ein Titel der schließlich in die WWE United States Championship überging) und stürzte 1962 beinahe den 1994 in die Hall aufgenommenen Buddy Rogers, bei der NWA World Championship.
Brazil ging nach vier Jahrzenten im Sports Entertainment in den 1990ern in den Ruhestand - sein Leben nach dem Ring war ebenso erfolgreich. Er diente in den 1980ern als Berater und Mentor für Rocky Johnson und „Bobo’s Grill", sein Restaurant in Benton Harbour, wurde zu einer Sehenswürdigkeit.
Im Jahr 1994 wurde Brazil die Ehre zu Teil in die WWE Hall of Fame aufgenommen zu werden. Brazil wurde von seinem Langzeitrivalen Ernie Ladd eingeführt. Nur ein Jahr später gab er die Gunst an Ladd zurück, indem er ihn in die Hall of Fame einführte. Trauriger Weise verschied Brazil am 20. Januar 1998, im Alter von 73 Jahren.
Bobo Brazil war während mehr als 40 Jahren Sports Entertainment ein Liebling der Fans, ein Champion und vor allem ein Wegbereiter für zukünftige Afro-Amerikaner im Sports Entertainment.
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